Es brennt schon wieder!

Wie Kann ich Harnwegsinfekten vorbeugen?

Manche trifft es nie, für viele ist dieses Thema ein Dauerbrenner, im wahrsten Sinne des Wortes. Frauen trifft es eher als Männer aufgrund der kurzen Harnröhre. Doch es gibt ein breites Spektrum an Möglichkeiten, vorbeugend oder im Akutfall zu handeln.

Zuallererst sei gesagt, dass manchmal empfehlenswert ist, sofort ein Arzt oder eine Ambulanz aufzusuchen. Folgende Symptome können zu Komplikationen wie zum Beispiel einer Nierenbeckenentzündung führen, daher dulden sie keinen Aufschub:

  • begleitendes Fieber über 38 °C
  • Schmerzen, die in den Rücken ausstrahlen
  • Blut im Harn
  • starke Schmerzen beim Wasserlassen
  • häufiger, unproduktiver Harndrang

Was kann ich tun, um mich zu schützen?

  • Halten Sie ihre Nierengegend und das Becken warm, vermeiden Sie Zugluft.
  • Nasse und feuchte Kleidung wechseln Sie bitte sofort.
  • Auch die Füße freuen sich, wenn sie warm gehalten werden.
  • Trinken hilft, ca. 2 Liter am Tag, Wasser oder ungesüßte Tees.
  • Regelmäßige und vollständige Blasenentleerung schützt vor Keimansammlung.
  • Richtige Intimhygiene: beim Toilettengang gilt für Frauen: von vorne nach hinten wischen. Dies vermindert das Eindringen von Bakterien in die Harnröhre.

Und wenn es dann doch beginnt?

Dann helfen wir in der Apotheke gerne weiter.

Speziell abgestimmte Kräutertees zum Durchspülen der Blase und Erhöhen der Harnmenge sind gute Begleiter. Fruchtig herb unterstützen Cranberry- und Preiselbeergranulate. Oft ist D-Mannose zugesetzt, die die Anhaftung der Bakterien an der Innenwand der Blase verhindern soll. Tabletten mit Extrakten aus Tausendguldenkraut, Liebstöckel und Rosmarin wirken antientzündlich, krampflösend und schmerzlindernd. Ebenfalls bewährte Kräuter sind Bärentraube, Goldrute und Birkenblätter.

Wir beraten Sie gerne zu unserem breiten Sortiment.

Was sagt die TCM zum Thema Harnwegsinfekte?

Blase und Nieren bilden ein Organsystem. Die Blase speichert die trüben Säfte des Dünndarms. Die Ausscheidung ist laut chinesischer Medizin ein Vorgang, der Energie und Wärme verbraucht. Beides wird von der Niere gespendet.

Harnwegsinfekte sind meist ein Zeichen von Nieren-Yang-Mangel oder einer zu schwachen Mitte (Milz).

In der TCM gibt es zwei Erscheinungsbilder bei einer Blasenentzündung: „Hitze und Feuchtigkeit“ und „Kälte und Feuchtigkeit“.

„Hitze und Feuchtigkeit“:

Hierbei handelt es sich um die klassische, akute Blasenentzündung. Schmerzen und Brennen beim Harnlassen sind ein Anzeichen von Hitze. Weitere Hitzesymptome sind Fieber, rote Backen, Stress, innere Unruhe, …

Hier helfen kühlende, ausleitende Kräuter, die auch in der Weidinger-Mischung Nr. 21 „Akute-Blase-Mischung“  nthalten sind. Ausreichend trinken ist auch hier essenziell. Die Mischung wird mit frischem Ingwer eingenommen, um die thermisch kalten Kräuter auszugleichen und die Mitte zu wärmen und zu schützen.

Bei der Ernährung wirkt es unterstützend, Lebensmittel mit kühlender Wirkung zu sich zu nehmen: gedünstetes Gemüse, Saftiges und Suppiges, wenig Fleisch. Scharfe Gewürze sowie Kaffee und Alkohol wirken erhitzend und sollten vermieden werden.

„Kälte und Feuchtigkeit“:

Kälte ist in den Körper eingedrungen, es war zu windig, der Boden zu kalt oder die nasse Badehose zu lange am Körper. Wichtig ist es jetzt, dem Körper Wärme zuzuführen. Wärmeflasche, langes Leiberl und dicke Socken wärmen von außen. Von innen helfen Tees, die thermisch nicht zu kalt sind bzw. mit wärmenden Kräutern ausgeglichen werden, zB Thymian, Liebstöckl, Rosmarin.

Zum Feuchtigkeit-Ausleiten eignen sich Mahlzeiten mit Reis oder Hirse, Champignons, Lauch oder Wurzelgemüse.

Um die Bildung von Feuchtigkeit in Zukunft zu verhindern, hilft es, folgende Nahrungsmittel stark zu reduzieren: Milch und Milchprodukte, Weißmehl, Industriezucker, Rohkost, kalte Getränke, Zitrusfrüchte, Bananen…

Unsere Mitte stärken wir mit drei gekochten Mahlzeiten am Tag, milder Kochweise und genüsslichem, langsamem Kauen und Essen.

Weiters kann man die Abwehr, das Wei-Qi, stärken mit der Weidinger-Mischung Nr. W9, „Jade-Windschutz“, um die Eintrittspforten zu versiegeln.

Zum Abschluss merken wir uns noch einmal: WARM HALTEN! 🙂

  • Nierenregion: bauchfreie Shirts sind vielleicht modisch, aber bei Blasenentzündung ein No-Go
  • Füße: auf der Fußsohle beginnt der Blasenmeridian, und da dringt die Kälte besonders gerne und gut ein.

Quelle: Dr. Weidinger, Die chinesische Hausapotheke

Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst und ersetzt keinen Arztbesuch. Die Umsetzung jeglicher Tipps liegt in der Eigenverantwortung der Leserinnen und Leser.