Hot Spots – Erste Hilfe, wenn man Rot sieht

Hot Spots – „heiße Flecken, Punkte“. Wir finden sie in der Partyszene,  im Reiseführer, in der Nuklearmedizin. Und auch auf unserer Haut.

Gerade in der Urlaubszeit, wo man entweder unterwegs ist, oder der Arzt des Vertrauens nicht erreichbar ist, hilft es, so manche Ursachen für spontan auftretende rote Punkte oder Flecken im Hinterkopf zu haben. Dazu kann ein Rundumblick sehr hilfreich sein, der das eigene Körperempfinden, den Tagesablauf, den Speiseplan sowie die Temperatur umfasst. So lässt sich dann der Auslöser unter Umständen leichter herausfinden, wenn Anzeichen erst zeitversetzt auftreten.

Altbekannte und unbeliebte Insektenstiche

Gelsen, Mücken und Bremsen sind in unseren Breiten die Übeltäter. Meist hilft schon ein kühlendes Gel mit juckreizstillendem Inhaltsstoff oder Aloe Vera. Auch Insektengele auf homöopathischer Basis sind sanfte Helferlein für die ganze Familie. Begleitend können auch Globuli gegeben werden.
Bei Bienenstichen ist darauf zu achten, dass der Stachel entfernt wird, um eine Entzündung zu verhindern.
Um die Giftmenge, gerade bei Bienen- und Wespenstichen zu reduzieren, gibt es spezielle Hitzestifte, die das Gift zerstören. Eine andere Möglichkeit ist es, das Gift mit einer Art Spritze herauszusaugen.

Die Klassiker – Sonnenbrand, Sonnenallergie und Hitzeausschlag

Erste Abhilfe ist Raus aus der Sonne und kühlen! Mit feuchten Umschlägen z.B. mit Aloe Vera oder Kamille kann die Haut beruhigt werden. Auch Körperlotionen und Sprays mit Repair-Enzymen schaffen Erleichterung. Antihistaminika-Gele helfen hier auch.

Lästig – Lippenbläschen durch Sonne begünstigt

Das Herpes simplex-Virus schlummert in sehr vielen von uns. Und bei einer kleinen Immunschwäche wird das Virus durch die UV-Strahlen angekurbelt und aktiviert.

Vorbeugend hilft Lippenpflege mit einem hohen UV-Schutz. Ist die Fieberblase schon im Entstehen, greift man am besten zu einer antiviralen Salbe und ergänzt die Wirkung zusätzlich von Innen durch die Einnahme von L-Lysin, Zink und Melissenextrakt.

Beim Abheilen helfen spezielle Pflaster, die das Infektionsrisiko vermindern und die Wundheilung unterstützen.

Manchmal bilden sich auch Blasen an den Füßen. Auch hier gibt es spezielle Pflaster, die den Schmerz und das Druckgefühl lindern und auch das Abheilen ohne Infektion ermöglichen.

Plötzlich Hautausschlag – Lebensmittel können auch Ursache sein

Im Urlaub kommt es immer wieder vor, dass man Nahrungsmitteln zu sich nimmt, die der eigene Körper nicht gewohnt ist. Manche Unverträglichkeiten sind bekannt, aber manchmal treten Reaktionen überraschend auf. Akuthilfe leisten auch hier Antihistaminika. Um weitere Vorfälle zu vermeiden, macht das Führen eines Ernährungstagebuchs Sinn.

Die TCM rät dazu, die Mitte zu stärken. Denn Überempfindlichkeitsreaktionen sind Symptome eines schwachen Organkreises Magen/Milz. Dazu wird es hier auf dem Blog bald mehr zu lesen geben, weil die Mitte der nächsten Jahreszeit, dem Spätsommer, zugeordnet ist.

Wann solltest du Notarzt rufen

Natürlich gibt es auch bei Hautreaktionen Situationen, bei denen man nicht zuwarten sollte:

  • Bei Atemnot ist unverzüglich ein Notarzt oder die Rettung zu rufen, da es sich um eine stark allergische Reaktion handeln kann.
  • Bei starken Schmerzen, Fieber oder Übelkeit ist ärztlicher Rat empfohlen.
  • Bei Babys und Kleinkindern sollte zumindest ein Anruf beim Kinderarzt nicht gescheut werden. Einige klassische Kinderkrankheiten gehen mit Hautausschlägen einher.

Und zu guter letzt

Manche Hot Spots lassen sich vermeiden, für andere kann man gerüstet sein.
Egal ob akut oder prophylaktisch, wir in der Westend Apotheke sind für Dich da und beraten Dich gerne.

Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst und ersetzt keinen Arztbesuch. Die Umsetzung jeglicher Tipps liegt in der Eigenverantwortung der Leserinnen und Leser.