Frühstück – Die Mahlzeit für deine Mitte

„Frühstücken wie ein Kaiser, Mittag essen wie ein Edelmann, Abend essen wie ein Bettler.“
Kennst Du dieses Sprichwort? Hast Du auch schon einmal gehört, warum es aus TCM-Sicht so passend ist? Und weshalb macht es Sinn, das Frühstück fix in Deine Morgenroutine einzuplanen?

Frühstücken nach TCM

Dem Frühstück wird in der Traditionell Chinesischen Medizin eine wichtige Rolle zugeordnet. Nach der nächtlichen Ruhe- und Regenerationszeit ist laut Organuhr die Magenzeit (7-9 Uhr) die „ideale Frühstückszeit“. Denn unser Körper hat hier die beste Aufnahmebereitschaft für Nahrung. Also nutze diese Gelegenheit, Deinen Körper optimal für den Tag zu stärken. Zwölf Stunden später, von 19-21 Uhr hat der Magen seinen Tiefpunkt und arbeitet am wenigsten. Daher macht es Sinn, am Abend „wie ein Bettler“, also wenig und leicht bekömmlich zu essen, und nicht zu spät.

Was macht ein optimales TCM-Frühstück aus?

Du fühlst Dich danach voller Energie
Nach dem Frühstück kannst Du gut in den Tag starten. Wähle ein Essen nach Deinem Geschmack, egal ob süß oder herzhaft, da gibt es keine Vorgaben. Erlaubt ist, was Dir schmeckt und gut tut.

Es ist gekocht und warm
Durch das Kochen werden die Nahrungsmittel bekömmlicher und somit leichter verdaulich. Denk immer wieder an das Kochtopfmodell!

Es macht Dich für mindestens 4 Stunden satt
Das ist ein wichtiger Punkt, denn Dein Körper braucht zwischen den Mahlzeiten Regenerationsmöglichkeiten, die Verdauungssäfte sollen nicht unentwegt angekurbelt werden. Sollte das Hungergefühl bei Dir viel früher einsetzen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder war die Menge zu wenig, oder es war das falsche Essen. Es gibt den Kohlenhydrat-Typ und den Eiweiß-Typ. Beobachte, was Dich eher satt (und nicht müde) macht. Isst Du lieber ein Porridge oder eher eine Eierspeise?
 

hektik am morgen?

Wie kann ich nun meine Mitte stärken ohne meine Leber anzuspannen? Bei vielen von uns ist die Früh eine eher stressige Zeit. Das Büro ruft, die Kinder sollen pünktlich in der Schule sein. Stress mag die Leber gar nicht. Und meine Mitte noch viel weniger. Hier ein paar Tipps für den vollen Alltag:

  • Setze Dich nicht unter Druck. Gelingt ein warmes Frühstück anfangs nicht täglich, zählt jeder Tag, an dem es Dir gelingt, an Deine Mitte zu denken.
  • Bereite, was möglich ist, schon am Vortag vor. Solltest Du eine Suppe essen, nimm die Reste vom Vorabend. Isst Du gerne Porridge? Koche das Getreide für ein paar Tage vor und wärme eine Portion in der Früh auf.
  • Solltest Du schon sehr früh aus dem Haus müssen, nimm Dir Dein Frühstück in einem Thermogefäß mit zur Arbeit.

Vorteile eines warmen Frühstücks

Energiezufuhr schon in den Morgenstunden führt zu mehr Konzentration und Energie tagsüber

  • Kalte Hände und Füße, gerade im Winter, gehören nach wenigen Wochen der Vergangenheit an
  • Vorbereiten ist leicht möglich, im Vergleich zu herkömmlichem Frühstück mit frischem Brot und Gebäck, Wurst und Käse, etc. ist es relativ kostengünstig
  • Heißhungerattacken nehmen ab (westlich gesehen, ist der Blutzuckerspiegel konstanter), Du greifst weniger oft zu Snacks zwischendurch, das hilft zB bei gewünschter Gewichtsreduktion

2 Rezepte für Dein gesundes, warmes Frühstück

Nimm sie als Inspiration und trau Dich nach Deinem Geschmack
zu variieren. Du wirst das wohlig warme Gefühl im Bauch nicht mehr
missen wollen.

Hafer-Porridge mit Apfelstücken

4 EL feine Haferflocken werden mit ca 150ml Getreidemilch aufgekocht und weichgedünstet. Klein geschnittene Apfelstückchen können gleich mit dazu gegeben werden. Eine Prise Kardamom und Zimt spenden zusätzlich Wärme. Als Topping können gepuffter Amaranth oder Chia-Samen drüber gestreut werden. Ist der Brei zu kohlenhydratlastig, rühre einen Klecks Joghurt ein oder ergänze eine Handvoll Samen oder Nüsse.

Eierspeise mit buntem Gemüse

Klein geschnittenes Gemüse (Zucchini, Karotten, Tomaten, Champignons…) in einer Pfanne in etwas Öl
anbraten. Darüber gieße dann 2-3 verquirlte Eier. Rühre alles gut durch, sodass eine flaumige Eierspeise entsteht. Würze mit einer Prise Salz und frischen Kräutern wie Petersilie, Schnittlauch, Majoran. Als Topping eignen sich kurz angeröstete Sonnenblumen- oder Kürbiskerne.

Guten Appetit!

TCM-Tipp aus der Westend Apotheke

Im Jahreskreislauf kommt nach dem Spätsommer der Herbst. Schauen wir uns die entsprechenden Organkreise an, folgt nach dem Magen die Lunge. „Eine starke Mutter bringt ein starkes Kind hervor“, sagen die Chinesen.
Daher ist es so wichtig, Deine Mitte zu stärken, um auch Deine Lungenenergie zu steigern.

Für‘s Stärken Deines Lungen-Qi empfehlen wir gerne die Weidinger Mischung Nr. 9, den „Jade-Windschutz“. Mit dieser Kräutermischung unterstützt Du Dein Wei-Qi, das Abwehr-Qi der Lunge. In der westlichen Medizin spricht man von der Immunabwehr.
Mit den Kräutern der W9 wird die Mitte gewärmt und gestärkt, Kälte, Wind und Feuchtigkeit werden ausgeleitet. Das Kaiserkraut dieser Mischung, Huang Qi, die Astragaluswurzel, wird auch als Super-Kraut zur Immunstärkung bezeichnet. Alles in allem hast Du mit der W9 die ideale Mischung für den Herbst und die kalte Jahreszeit zur Hand. Sie kann akut und auch hervorragend als Konstitutionsmischung zur Prophylaxe verwendet werden.

Komm gestärkt und gewärmt mit voller Energie durch den Herbst!
Herzliche Grüße aus der Westend Apotheke ♡♡♡

Quellen:

  • Hemm, Noll: Die Organuhr
  • Dr. Schmincke: Chinesische Medizin für die westliche Welt
  • Dr. Weidinger: Die chinesische Hausapotheke

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Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst und ersetzt keinen Arztbesuch. Die Umsetzung jeglicher Tipps liegt in der Eigenverantwortung der Leserinnen und Leser.

 

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