Endlich ist der Frühling da. Die passende Laune leider nicht.

Der Frühling zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, alles blüht in den herrlichsten Farben. Die gute Laune ist vorprogrammiert.

Der Anblick des strahlend blauen Himmels nach dem Aufstehen in der Früh verhilft leider nicht allen zu dieser positiven Stimmung. Die letzten Wochen haben schon an so manchem Nervenkostüm gezerrt. Viele von uns verbringen die Hauptzeit des Tages zuhause. Ausgangssperre und Homeoffice führen bei vielen dazu, dass sie die Tage alleine verbringen (müssen), und das kann verständlicherweise auf die Stimmung drücken. Alleine Sein führt manchmal zu Einsamkeit, Traurigkeit und depressiver Verstimmung

Wichtig ist, gut in sich hinein zu spüren.

Was brauche ich? Was tut mir gut? Wie kann ich trotz gegebener Umstände einen positiven Alltag verbringen?

Es hilft sehr, dem Tag Struktur zu geben, weiterhin gewohnte Rhythmen beizubehalten und alles mit einer Prise „Verwöhnung“ zu verfeinern, mit freudigen Erlebnissen. Aufstehen, den Tag beginnen – Arbeiten – Mittagspause – Arbeiten – Abendgestaltung

Die Zeit, die sonst für den Arbeitsweg draufgeht, kann für ein kleines Frühstück genutzt werden. Zwischen Emails, Telefonaten, Austausch mit den Kollegen… sind auch Pausen wichtig. Fenster auf, durchatmen, eventuell einen kleine Snack richten, ein bissl Obst oder ein paar Gemüsesticks…

Auch die Mittagspause darf gemütlich gestaltet werden, eventuell zeitgleich mit Kollegen und einem live-call, wenn man sonst gemeinsam in die Mensa geht. Am Abend nach getaner Arbeit rundet vielleicht ein kurzer Spaziergang den Tag ab, entweder wird noch selbst gekocht oder beim Lieblingslokal bestellt. Leider ist das soziale Leben zur Zeit stark eingeschränkt. Doch das Angebot an Abendgestaltung ist auch online vielseitig möglich. Freunde im Chat treffen, ein Wohnzimmer-Konzert live miterleben, die eine oder andere Yoga-Einheit, Weinverkostung, …

Wichtig ist, im Kontakt mit den Mitmenschen zu bleiben. Räumlich getrennt und doch verbunden. Das Gefühl des „Dazugehörens“ will weiterhin gepflegt werden.

 

Auch wir in der Westend Apotheke helfen gerne weiter:

Sollte Ihnen die Decke auf den Kopf zu fallen drohen, dann können auch bestimmte Mikronährstoffe und Pflanzen in Zeiten wie diesen die Stimmung unterstützend heben.

  • Vitamin D: ein Allround-Vitamin, das das Immunsystem stärkt und dadurch zum Wohlbefinden beiträgt. Weiters ist es bei der Nervenregeneration und -wachstum beteiligt.
  • B-Vitamine:  sie werden gerne auch als „Nerven-Vitamine“ bezeichnet. Sie stärken und unterstützen die Nervenbahnen im Körper. Die Nervenhüllen werden gestärkt. Stimmungstiefs werden abgefangen, die Konzentration und Leistungsfähigkeit nehmen zu, die Stressbewältigung wird erleichtert.
  • Passionsblume: diese Pflanze hat eine beruhigende Wirkung auf den Geist, macht gelassener und ruhiger, jedoch nicht müde. Sie hilft bei Ängsten, Stress und Anspannung. Es stehen Tee, Tropfen und Dragees zur Verfügung.
  • Johanniskraut: das leuchtende Gelb der Blüten strahlt wie die Sonne. Verwendet werden die oberirdischen Teile der Pflanze oder das daraus gewonnene Öl. Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend und antidepressiv. Zu berücksichtigen bei der Einnahme sind Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten und die mögliche Photosensibilität, dh, die Haut reagiert empfindlicher auf die Sonneneinstrahlung.

Die TTM hält Cassia siamea bereit. Es ist ein pflanzliches Beruhigungsmittel, gewonnen aus den Blättern des Kheelek-Baumes. Auch die angst- und spannungslösende Wirkung dieser Kapseln ist hervorzuheben.

 
Und last but not least steht auch die TCM wie immer gerne helfend zur Seite.

Die W6 „Stärke und befeuchte Lunge und Herz“ baut sanft das geschädigte Yin auf. Die Mitte wird gestärkt (Magen-Yin), die Essenz wird aufgefüllt (Nieren-Yin), das Herz wird mit aufgebaut, das erfreut den Shen (Geist des Herzens), und auch das Lungen-Yin wird wieder angefacht. Bei Traurigkeit und wenig Lebensfreude ist dies eine gute Mischung, die auch als Konstitutionsmischung genommen werden kann, um gar nicht in diesen Yin-Mangel zu rutschen.

Die W23 „Free and Easy“ trägt den chinesischen Namen Xiao Yao San, Pulver der Gelassenheit. Sie hat einen ausgleichenden Effekt auf die Psyche und hilft auch dem Körper sich zu entspannen. Wenn Leber und Milz aus dem Gleichgewicht raten („die Leber attackiert die Milz“), dann sind Symptome wie Verspannungen, Kopfschmerzen aber auch Verdauungsstörungen und Bauchkrämpfe möglich. Diese Mischung kann hier Ausgleich schaffen und macht Körper und Geist leistungsfähiger für herausfordernde Situationen. Stress kann Depressionen und Erschöpfung bis zum Burnout auslösen. Auch hier ist diese Mischung passend.

Quelle: Dr. Weidinger, Die chinesische Hausapotheke

Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst und ersetzt keinen Arztbesuch. Die Umsetzung jeglicher Tipps liegt in der Eigenverantwortung der Leserinnen und Leser.

Einige Hilfsangebote:

  • Helpline des BÖP, des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen. Unter 01/504 8000 findet man für akute Fälle Mo-So von 9:00-20:00 Uhr kostenlos und anonym Rat und Unterstützung. Auch eine Beratung per Mail ist möglich: helpline@psychologiehilft.at
  • Telefonseelsorge: 142
  • Rat auf Draht für Kinder und Jugendliche: 147
  • Frauenhelpline für Hilfe bei häuslicher Gewalt: 0800 222 555