Warum wir uns in diesem Frühling mit dem Herbst beschäftigen – oder ein anderer Blickwinkel auf das Coronavirus.

Im Februar hat das chinesische Jahr der Metall-Ratte begonnen. Die TCM sagt: dem Metall ist der Herbst zugeordnet, und auch die Lunge, weiters die Farbe weiß, als Emotion der Kummer und die Trauer, der Geschmack scharf und als Gewebe die Haut. (Der Ratte widmen wir uns ein anderes Mal. 😉 )

Mit diesem Wissen ziehen wir nun einen Bogen zum Coronavirus, der sich auf die Lunge schlägt und werden einen Blick darauf werfen, was wir aus TCM-Sicht zu unserem Wohlbefinden beitragen können.

Denn die TCM besteht aus viel mehr als (oft nicht immer wohlschmeckenden) Granulaten. Es geht darum, dass der Mensch ganz ist, als Ganzheit betrachtet wird, und für sich sorgt.

Was kann ein Anzeichen sein, dass unsere Lunge angeschlagen ist?

* natürlich alle Symptome, die die westliche Medizin den Atemwegsinfekten zuordnet
– akut: Schnupfen, Nebenhöhlenetzündung, Husten, Heiserkeit, Lungenentzündung
– chronisch: Asthma, Allergien, COPD
* allgemeine Infektanfälligkeit
* Schlafstörungen zwischen 3 und 5 Uhr
* Neigung zu Irritationen der Haut
* immer wiederkehrende Traurigkeit
* Abgrenzungsschwierigkeiten zu Personen und Situationen

Wie können wir unsere Lunge stärken?

  • tagsüber immer wieder bewusste, tiefe Atemzüge machen, an der frischen Luft oder beim geöffneten Fenster (zur Zeit ist ja daheim bleiben angesagt)
  • singen, ein Blasinstrument spielen
  • weiße Lebensmittel in den Speiseplan einbauen: Kren, Radieschen, Reis, Birnen, Mandeln, …
  • Kräuter und Gewürze: Thymian, Rosmarin, frischer Ingwer, Zimt, …
  • Psychohygiene und Selbstreflexion: Was spüre ich? Welche Informationen treiben mich in die Angst? Was macht mich traurig? Was tut mir gut? Musik, ein Buch, eine Tasse Tee, Yoga, Meditation, …
  • und immer wieder ATMEN. Einatmen, ausatmen. Schultern zurück, Arme leicht nach hinten, den Brustkorb weiten. Aaaaaah.

Die erwähnten Tipps können gerne in den Alltag eingebaut werden. Sie ersetzen aber keineswegs eine verordnete Therapie oder gar einen Arztbesuch. Achtsamkeit mit sich ist das oberste Prinzip.

Und derzeit GANZ wichtig:

  • Regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Seife
  • Niesen und Husten in die Ellenbeuge oder ein Taschentuch, dabei immer von anderen Personen wegdrehen
  • Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen
Am Allerbesten: zu Hause bleiben, wer kann.

Quellen: Dr. Weidinger; Die chinesische Hausapotheke
Christian Schmincke; Chin. Medizin für die westliche Welt
Hemm, Noll; Die Organuhr