Wie die (Schleim)Haut den Winter gesund übersteht

Es ist Winter, die Zeit des großen Yin. Die Luft wird immer kälter und trockener.  Oft merken wir dies an rauen Händen, einem kratzigen Hals und einer rinnenden Nase. Wir fühlen uns nicht immer wohl in unserer Haut. Daher widmen wir uns heute dem größten Organ unseres Körpers.

Die Haut – Schutzschild unseres Körpers

Die Haut ist unsere äußerste Schutzschicht und Grenze zur Umwelt. Im Inneren bedecken Schleimhäute unsere Organe und Körperhöhle. Beide – Haut und Schleimhäute – leisten einen wichtigen Beitrag zu einem intakten Immunsystem. Deine Haut besitzt einen leicht sauren pH-Wert (pH5) und bildet so eine erste Barriere für schädliche Einflüsse wie Bakterien, Pilze und Viren. Wichtig ist, dass dieser natürliche Säureschutz erhalten bleibt.

So kannst Du Deine Haut schützen:

  • verwende milde Körperpflegeprodukte
  • dusche und bade nicht zu lange
  •  verzichte auf Weichspüler und Duftzusätze, die sich in der Wäsche festsetzen und die Haut reizen können
  • spende Feuchtigkeit von außen durch Körperlotionen
  • spende Feuchtigkeit von innen durch ausreichend Flüssigkeit

Schleimhaut – Der Spezialist in Sachen Abwehr gegen Krankheitserreger

Deine Schleimhäute besitzen an der Oberfläche eine zähe Schleimschicht, die eine schützende und abdichtende Wirkung besitzt. Gerade in der Erkältungszeit ist es daher wichtig, dass wir die Schleimhäute unserer Atemwege, also Nase, Rachen und Hals stets befeuchten und so ihre Abwehrfunktion aufrecht erhalten. Denn hier ist die Eintrittspforte von unliebsamen Viren, die Schnupfen, Husten und Heiserkeit, aber auch Influenza und Co. auslösen können. Und diesen Erregern wollen wir einen Riegel vorschieben.

5 einfache, aber wirkungsvolle Tipps für eine gesunde Schleimhaut

  • Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft trainieren die Schleimhautgefäße. Eine kurzfristig rinnende Nase beim Wechsel von der Kälte in die Wärme ist ein gutes Zeichen. ;-)
Halte die Raumluft in der Wohnung feucht (ca. 50%). Oft hilft ein nasses Handtuch am Heizkörper.
  • Befeuchte Deine Nase regelmäßig. Ein Nasenspray mit Inhaltsstoffen aus der Rotalge hält die Schleimhaut geschmeidig und „versiegelt“ die Eintrittspforten. Weiters verfangen sich die Viren in dem Schleim, werden umhüllt und wieder abtransportiert.
  • Für den Hals gibt es ebenfalls einen Spray, der den Rachenbereich schützt und somit die Viruslast verringern kann. Er beinhaltet Trypsin, das aus dem Kabeljau gewonnen wird.
  • Trinke regelmäßig warmes Wasser oder Tee. Nicht zu heiß, um die Schleimhäute nicht zu sehr zu reizen.
  • Die Einnahme von Zink stärkt ebenfalls die Schleimhäute und das Immunsystem.

Und was empfiehl die Traditionelle chinesische Medizin?

In der TCM heißt es: „Die Lunge kontrolliert die Haut“. Daher ist es wichtig, dass wir unserer Lunge und auch dem dazugehörigen Dickdarm unsere Aufmerksamkeit schenken. Denn die Lunge ist bei zu viel Trockenheit schnell beleidigt. Was Du alles für Deine Lunge tun kannst, liest Du hier.

Da wir uns im Winter befinden, ist es natürlich ganz wichtig, dass wir unser Yin nähren und stärken. Dazu kannst Du in unserem Blogartikel „Winterzeit ist Nieren-Zeit“ weitere Anregungen finden.

5 TCM-Grundregeln in der kalten Jahreszeit:

  • Gönne Dir immer wieder sanfte Bewegung an der frischen Luft.
  • Halte Dich warm, vor allem Deine Füße, Hände und den Hals.
  • Koch Dir eine gute Kraftsuppe.
  • Iss immer wieder Birnen zB als Kompott, das befeuchtet sanft die Lunge. Baue Hirse in Deinen Speisplan ein, die ist gut für die Haut.
  • Achte auf ausreichend Schlaf. Hier kann sich Dein Körper am besten regenerieren und Yin tanken.

Wir aus der Westend Apotheke wünschen Dir noch eine feine Adventzeit! Schau auf Dich, damit Du Dich wohl fühlst in Deiner Haut und gesund ins neue Jahr kommst.

Quellen:

  • Dr. Weidinger, Die chinesische Hausapotheke
  • Dr. Weidinger, Der goldene Weg der Mitte
  • Hemm, Noll; Die Organuhr

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Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst und ersetzt keinen Arztbesuch. Die Umsetzung jeglicher Tipps liegt in der Eigenverantwortung der Leserinnen und Leser.

 
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