Der Frühling steht in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) für Bewegung, Aufbruch und das Holz–Element. In dieser Phase reagiert der Körper besonders sensibel auf äußere Einflüsse wie Wind – ein zentraler Faktor in der TCM, der schnell zu Beschwerden führen kann. Gleichzeitig ist jetzt die beste Zeit, um die Leber zu stärken, das innere Gleichgewicht zu unterstützen und typischen Frühlingsbeschwerden wie Allergien oder Verspannungen gezielt vorzubeugen.
Was bedeutet „Wind“ in der TCM und warum macht er krank?
In der TCM geht es darum, das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang zu halten. Herrscht ein Ungleichgewicht im Körper vor, sprechen wir aus westlicher Sicht von einer Krankheit.
Innere und äußere Faktoren können diese Disharmonie hervorrufen und lassen sich den fünf Wandlungsphasen zuordnen. Zu den äußeren Einflüssen zählen Wind, Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit und Kälte. Die inneren Faktoren spiegeln sich in den Emotionen wider: Wut, Euphorie, Grübeln, Traurigkeit und Angst.
Der äußere Wind spiegelt dabei oft den inneren Wind wider. Leber und Gallenblase sind als Organkreis dem Holz-Element zugeordnet. Der Frühling ist die ideale Zeit, um Deine Leber ins Gleichgewicht zu bringen und die natürliche Energie dieser Jahreszeit zu nutzen.
Zum Beispiel kannst Du die Weidinger Mischung Nr. 22 „Die voll gespannte Leber“ als Kur für ein paar Wochen einnehmen.
Welche Beschwerden können durch Wind entstehen?
- Kopfschmerzen – oft plötzlich auftretend oder wechselnd
- Verspannungen im Nacken – ein warmes Tuch kann hier gut unterstützen
- Allergien und Heuschnupfen – besonders im Frühling verstärkt
- Schlechte Laune und inneres Aufbrausen – Wut ist der Leber zugeordnet
Welchen Zusammenhang kannst Du erkennen? Es zeigt sich eine gewisse Leber-Symptomatik. Die Leber wird gerne sanft bewegt. Sie mag geruhsame Spaziergänge in der Natur – starken Wind hingegen weniger.
Im Frühling befinden sich viele Pollen in der Luft, die durch den Wind verteilt werden – und schnell zeigen sich typische Beschwerden wie Niesen oder gereizte Augen.
Warum spielt die Leber im Frühling eine zentrale Rolle?
Die Leber ist in der TCM dem Holz-Element zugeordnet und steht für Bewegung und Fluss im Körper. Gerade im Frühling ist sie besonders aktiv und gleichzeitig anfällig für Störungen.
Wird die Leberenergie nicht ausreichend harmonisiert, kann sich das sowohl körperlich (z. B. Verspannungen oder Allergien) als auch emotional (z. B. Reizbarkeit) zeigen.
Deshalb ist diese Jahreszeit ideal, um die Leber gezielt zu unterstützen und für Ausgleich zu sorgen.
Was hilft bei Heuschnupfen laut TCM?
- Sorge für eine entspannte Leber: Reduziere Stress im Alltag und achte auf ausreichend Schlaf.
- Stärke Deine Mitte: Genieße warme, gekochte und leicht bekömmliche Speisen. Die Leber attackiert die Milz – daher ist eine starke Mitte besonders wichtig. Denk einfach an das Kochtopfmodell. (Mehr Lebensenergie durch richtige Ernährung – das Kochtopfmodell der TCM)
- Bei akuten Allergiesymptomen, die einem grippalen Infekt gleichen – wie Abgeschlagenheit, rinnende Nase oder verschwollene Augen – kann zur W2 gegriffen werden.
- Möchtest Du Dein Wei-Qi, Dein Abwehr-Qi stärken und die Eintrittspforten „versiegeln“, kannst Du zur W9 greifen. Der „Jade-Windschutz“ stärkt Leber, Milz und Lunge.
- Die Traganthwurzel kann vorbeugend und im Akutfall eingenommen werden. Sie lindert die Symptome und unterstützt das Immunsystem dabei, sich zu regulieren. Die Wurzel ist als Kapsel für Erwachsene und als Saft für Kinder ab 3 Jahren erhältlich.
Tipp: Damit Du immer weißt, was in der Luft liegt: Über den aktuellen Pollenflug informiert der Pollenwarndienst.
Fazit: Frühling bewusst nutzen und Beschwerden vorbeugen
Der Frühling ist die ideale Zeit, um Körper und Energie neu auszurichten. Mit den richtigen Maßnahmen aus der TCM kannst Du Beschwerden gezielt vorbeugen und Dein Wohlbefinden nachhaltig stärken.
Für weitere Tipps sind wir gerne für Dich da.
Herzliche Grüße
Deine Westend Apotheke
Quellen
- Dr. Weidinger: Die chinesische Hausapotheke
- Christian Schmincke: Chinesische Medizin für die westliche Welt
Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst und ersetzt keinen Arztbesuch. Die Umsetzung jeglicher Tipps liegt in der Eigenverantwortung der Leserinnen und Leser.






